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Hier finden Sie nach Kapitel getrennte Artikel wie Aufsätze unserer Mitglieder, Forschungshilfen, Beschreibungen und Interna.

Die Landes-Erbämter in den österreichischen Kronländern

Dr. Georg Frölichsthal (Wien)

Dieser Artikel erschien zuerst als Aufsatz in den St. Johanns Club Nachrichten und im Deutschen Adelsblatt (Erstveröffentlichung in Deutsches Adelsblatt, 39. Jahrgang (2000) Nr. 7, Seite 172-174)

Im Hochmittelalter war es üblich, daß jedes Fürstenhaus Ämter zur Besorgung der Haushaltung hatte; die ursprünglichen vier Hofämter waren Truchseß, Kämmerer, Schenk und Marschall. Im Laufe der Zeit stiegen die damit betrauten ursprünglich Unfreien in Macht und Ansehen; sie behielten zwar Titel und Würden, mit der Arbeit wurden aber untergeordnete Organe betraut. Die Dienste erlangten den Charakter von Ehrendiensten und wurden schließlich nur noch bei besonders feierlichen Anlässen wie Erbhuldigungen ausgeübt. Weiters lösten sich die Hofämter nach und nach von der Person des Fürsten und verwandelten sich in Landes-Erbämter, die lehenbar wurden. Meist war eine Familie zur gesamten Hand belehnt, die Würde ging üblicherweise im Wege der Primogenitur vom Vater auf den ältesten Sohn über. Die Anzahl der Landes-Erbämter wurde – auch zur Belohnung verdienter Familien – immer mehr erhöht; am meisten gab es in Österreich ob und unter der Enns (je 17; als letztes wurde das Oberst-Erbtürhüteramt für Österreich ob der Enns erst von Kaiserin Maria Theresia geschaffen). Die Lehen durften ausschließlich an inländische ständische Familien verliehen werden.

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Heraldik und Wappen

Das Wappen ist ab dem 12. Jahrhundert ein auf Ritterrüstungen angebrachtes Zeichen einer Einheit oder Gruppe von zusammengehörenden Kämpfern, später ein erbliches und bleibendes Zeichen einer Person, Familie, Körperschaft oder Stadt und Land. Von Anfang an entwickelte sich im Gebrauch der Zeichen ein System von Regeln zum Bestimmen einzelner Bilder, die Heraldik, mit den Heroldsbildern und der Trennung von verschiedenfarbigen Flächen durch verschieden gezogene und geformte Linien.

Die Anbringung der Abzeichen – am Anfang frei an jedem Teil der Bewaffnung möglich (z.B. am Waffenrock, den Rossdecken) – wurde auf den Schild eingeengt und später zusätzlich auf den Helm (Helmzier).

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Beschreiben eines Wappens

Das Beschreiben eines Wappens gemäß der heraldischen Terminologie heißt Blasonieren. Auf Grund einer korrekten Blasonierung ist es möglich den Wappenschild ohne eine Vorlage richtig zu zeichnen.

Zur Beschreibung dienen:

  • die Farben (Tinkturen)
  • die Metalle
  • die Pelze

Es sind nur neun Farben (in der Heraldik Tinkturen genannt) zugelassen, davon fünf eigentliche Farben, zwei Metalle und zwei Pelzarten.

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Anzahl der Adeligen im Kaisertum Österreich im Jahr 1851

Von Dr. Georg Frölichsthal

Erstveröffentlichung in Adler-Zeitschrift Band 23, Heft 5 (Jänner/März 2006), Seite 160-161

Die Anzahl der Nobilitierungen auf dem Gebiet der Habsburgermonarchie war bereits Gegenstand mehrerer ausführlicher Untersuchungen und kann – bis auf die Nobilitierungen der siebenbürgischen Fürsten – als gut dokumentiert gelten.1) Nur selten wurde jedoch auf die Gesamtzahl der in ihren Grenzen lebenden Adeligen Bezug genommen und wenn, dann leider durchwegs falsch.

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Veröffentlicht in Adel

Findbuch

Am 15. Jänner 2013 ging die neue Datenbankseite findbuch.at für Opfer des Nationalsozialismus online. Sie ermöglicht die Suche nach Personen und Unternehmen in österreichischen Archivbeständen zu NS-Vermögensentziehungen. Für Forscher auch sehr interessant: die gescannten Adressbücher!

Für die Suche ist eine Registrierung erforderlich. Die Akten sind nicht direkt online einsehbar – sie können in den jeweiligen Archiven angefordert werden.

Hof- und Staatshandbücher

Staatshandbücher, Schematismen, Amtskalender waren stets ein wesentlicher Behelf für die staatliche Verwaltung. Sie stellen auch eine große Hilfe für uns Ahnenforscher dar. Derartige Schematismen gab es in der österreichischen Geschichte unter folgenden Bezeichnungen:

  • 1702-1806: Kayserlicher Und Königlicher Wie auch Ertz-Hertzoglicher Und Dero Residentz-Stadt Wien Staats- und Stands- Calender
  • 1807-1843: Hof- und Staats-Schematismus des österreichischen Kaiserthums
  • 1844-1873: Hof- und Staatshandbuch des österreichischen Kaiserthumes
  • 1874-1918: Hof- und Staatshandbuch der Österreichisch-Ungarischen Monarchie ab 1919: Österreichischer Amts-Kalender

Eine Übersicht über die bereits online verfügbaren Bände finden Sie auf der Seite der Österreichischen Nationalbibliothek unter http://alex.onb.ac.at/shb.htm

Dipl.-Ing. Leopold Strenn

Peter Prokop: Die Tagebücher des Joseph Carl Rosenbaum (ÖNB SN 194- 204) – eine Arbeitstranskription

Die in unserer Datenbank abgebildete Arbeitstranskription der in der Österreichischen Nationalbibliothek (Sammlung von Handschriften und Alten Drucken) in 11 Manuskriptbänden aufbewahrten Tagebücher des gräflich Esterházyschen Sekretärs Joseph Carl Rosenbaum (1770-1829) wurde vom Autor ursprünglich für private Zwecke als Findhilfe für architekturgeschichtliche Recherchen angefertigt, um das digitale Auffinden von Personen und Zusammenhängen zu erleichtern, die im Zusammenhang mit der Arbeit am „Architektenlexikon Wien 1770-1945“ relevant wurden.

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