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Hier finden Sie nach Kapitel getrennte Artikel wie Aufsätze unserer Mitglieder, Forschungshilfen, Beschreibungen und Interna.

Georg Gaugusch: DER HERR DES HIMMELS – Johann Carl Frh. von Sothen

Johann Carl Freiherr von Sothen war eine der merkwürdigsten Persönlichkeiten der Wiener Ringstraßenzeit. Rücksichtslos, skrupellos und hartherzig,  dabei überaus fromm und der katholischen Kirche ergeben – ohne allerdings ihre Werte im täglichen Leben zu berücksichtigen. Als er 1881 von seinem Jäger ermordet wurde, betrauerte das fast niemand – vielmehr feierte die Bevölkerung seinen Tod und sein Begräbnis artete zum Volksfest aus.

In den letzten Jahren erschienen zwei Romane, die sich in belletristischer Weise mit Johann Carl Sothen auseinandersetzen:

  • 2017 brachte Anna Elisabeth Mayer den Roman „Am Himmel“ (Verlag von Schöffling & Co.) heraus
  • 2019 erschien Bettina Balàkas „Die Tauben von Brünn“ (Verlag Deuticke).

Bereits 2012 wurde in der Zeitschrift „Adler“ die Umstände seiner Ermordung und sein Geschäftsmodell wissenschaftlich aufgearbeitet. Lesen Sie selbst diese spannende Geschichte, verfasst und recherchiert von Georg Gaugusch. Erschienen in „ADLER Zeitschrift für Genealogie und Heraldik“, 26. Band, Heft 6/7, April-Sept 2012, Seite 218 – 269.

Der Artikel aus dem ADLER-Heft zum Download

Nachlässe

Der ADLER hat folgende bereits vollständig oder teilweise erschlossene Nachlässe mit umfangreichem genealogischen Material in seinen Sammlungen (auszugsweise):

Bei Fragen wenden Sie sich bitte über unsere Mailzentrale office@adler-wien.at interimistisch an Hr. Dipl.-Ing. Herbert Fischer (Fr. Dr. Christa Mache ist leider Anfang März 2019 verstorben).

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ADLER-Bibliothek

In der Bibliothek stehen über 40.000 Bände an Fachliteratur zur Verfügung, darunter natürlich auch die wichtigen internationalen Nachschlagewerke wie Gotha, Siebmacher, Kneschke, Wurzbach, Militärschematismen, Kriegsverlustlisten (1914-1918), Hofkalender, alte Einwohnerverzeichnisse etc..

Die Bibliothek unterhält über 180 laufende Zeitschriften und Jahrbücher aus allen Staaten der Welt. Einen bedeutenden Bestand bilden die ca. 200 bereits nicht mehr erscheinenden Zeitschriften.

All diese Forschungshilfen können Sie bei uns benützen. Wir legen Ihnen gewünschte Publikationen bei einem Besuch in unserer Bibliothek unmittelbar vor.

Die k.u.k. Oberststallmeister (1562-1883)

Der Oberststallmeister war einer der vier obersten Hofchargen nach der Hofordnung König Ferdinands I. 1538. Er war verantwortlich für das Erscheinungsbild des Hofes in der Öffentlichkeit. Damit war er auch verantwortlich für die Hofgestüte, Reitschule und Stallungen, den Fuhrpark und auch für das gesamte öffentlich tätige Personal.

Im Jahr 1883 publizierte das Oberststallmeisteramt eine Mappe mit Porträts und kurzen Würdigungen dieser Persönlichkeiten. Diese seltene Publikation, die sich auch in unserer Bibliothek findet (Adler-Signatur G-171.) wird hier unverändert veröffentlicht. Die Idee dazu stammt aus dem Jänner 2012 von Dr. Christa Mache und Mag. Daniela Kabele. Umgesetzt wurde sie von Dipl-Wirtsch.-Ing. Herbert Fischer. Erstveröffentlichung war im August 2012.

Sämtliche Personen und Bilder sind auch in unserer genealogischen Datenbank enthalten: https://tng.adler-wien.eu/
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ADLER-Bibliothek – Zeitschriften

Neben der umfangreichen Sammlung alter Zeitschriften in der Bibliothek unterhält unsere Gesellschaft noch eine große Sammlung „wachsender Periodika„. Wir beziehen laufend ca. 180 verschiedene Zeitschriften, Jahrbücher und sonstige Druckwerke zu den Themen Genealogie, Heraldik, Geschichte und verwandte Wissenschaften. Vertreten sind hauptsächlich Österreich und Deutschland, weiters Tschechien, die Slowakei, die Schweiz, Frankreich, Belgien, Holland, England, Spanien, Schweden, Finnland, Australien, die USA und Kanada.

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ADLER-Sammlungen

Neben der Bibliothek besitzt die Gesellschaft ADLER die wohl bedeutendste Partezettelsammlung Österreichs, die etwa eine halbe Millionen alphabetisch sortierte Todesanzeigen und sonstige Familienmitteilungen (meist Vermählungsanzeigen) umfasst. Der Name der Sammlung leitet sich von dem in Österreich gebräuchlichen Wort für eine Todesanzeige „Parte“ (partir lat. & ital. partire) ab. Derzeit wird in verschiedenen Projekten daran gearbeitet, einen Index zu erstellen und die wertvollen Zeitdokumente zu scannen.

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Der österreichische Adel seit 1918

Von Dr. Georg Frölichsthal

Vortrag vor dem Deutschen Adelsrechtsausschuß am 13. September 1997 (Erstveröffentlichung im Deutschen Adelsblatt, 36. Jahrgang (1997) Nr. 11, Seite 284-287.)

Rechtliche Aspekte und Organisation

1. Einleitung – Begriff des österreichischen Adels

Vor der Befassung mit dem vorliegenden Thema ist eine nicht ganz leichte Frage zu klären: Was ist der österreichische Adel, oder anders: wer gehört dem österreichischen Adel an? Ausgehend vom österreichischen Adelsrecht im Jahre 1918 wäre darunter der gesamte Adel der im Reichsrat vertretenen Länder, also der österreichischen Hälfte der Doppelmonarchie, zu verstehen.

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Die adelsrechtlichen Erkenntnisse des k.k. Verwaltungsgerichtshofes

Von Dr. Georg Frölichsthal

Erstveröffentlichung in Adler-Zeitschrift Band 22, Heft 6 (April/Juni 2004), Seite 185-191

Am Anfang wurde die neue Institution eines Verwaltungsgerichtes in Adelssachen nur sehr zögernd in Anspruch genommen, während knapp vor der Jahrhundertwende eine rege adelsrechtliche Rechtsprechung in Gang kam. Das erste adelsrechtliche Erkenntnis datiert vom 4. Februar 1887, während das letzte erst am 26. Jänner 1920 (!) erfloss. Naturgemäß überwiegen verfahrensrechtliche Fragen, einige Judikate äußern sich aber sehr wohl auch zu Fragen von materiellrechtlicher Bedeutung. Im folgenden werden nun aus den vom VwGH geschöpften Erkenntnissen zu gewinnende Rechtssätze geordnet nach Stichworten wiedergegeben.

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Die Landes-Erbämter in den österreichischen Kronländern

Dr. Georg Frölichsthal (Wien)

Dieser Artikel erschien zuerst als Aufsatz in den St. Johanns Club Nachrichten und im Deutschen Adelsblatt (Erstveröffentlichung in Deutsches Adelsblatt, 39. Jahrgang (2000) Nr. 7, Seite 172-174)

Im Hochmittelalter war es üblich, daß jedes Fürstenhaus Ämter zur Besorgung der Haushaltung hatte; die ursprünglichen vier Hofämter waren Truchseß, Kämmerer, Schenk und Marschall. Im Laufe der Zeit stiegen die damit betrauten ursprünglich Unfreien in Macht und Ansehen; sie behielten zwar Titel und Würden, mit der Arbeit wurden aber untergeordnete Organe betraut. Die Dienste erlangten den Charakter von Ehrendiensten und wurden schließlich nur noch bei besonders feierlichen Anlässen wie Erbhuldigungen ausgeübt. Weiters lösten sich die Hofämter nach und nach von der Person des Fürsten und verwandelten sich in Landes-Erbämter, die lehenbar wurden. Meist war eine Familie zur gesamten Hand belehnt, die Würde ging üblicherweise im Wege der Primogenitur vom Vater auf den ältesten Sohn über. Die Anzahl der Landes-Erbämter wurde – auch zur Belohnung verdienter Familien – immer mehr erhöht; am meisten gab es in Österreich ob und unter der Enns (je 17; als letztes wurde das Oberst-Erbtürhüteramt für Österreich ob der Enns erst von Kaiserin Maria Theresia geschaffen). Die Lehen durften ausschließlich an inländische ständische Familien verliehen werden.

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Heraldik und Wappen

Das Wappen ist ab dem 12. Jahrhundert ein auf Ritterrüstungen angebrachtes Zeichen einer Einheit oder Gruppe von zusammengehörenden Kämpfern, später ein erbliches und bleibendes Zeichen einer Person, Familie, Körperschaft oder Stadt und Land. Von Anfang an entwickelte sich im Gebrauch der Zeichen ein System von Regeln zum Bestimmen einzelner Bilder, die Heraldik, mit den Heroldsbildern und der Trennung von verschiedenfarbigen Flächen durch verschieden gezogene und geformte Linien.

Die Anbringung der Abzeichen – am Anfang frei an jedem Teil der Bewaffnung möglich (z.B. am Waffenrock, den Rossdecken) – wurde auf den Schild eingeengt und später zusätzlich auf den Helm (Helmzier).

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